Waldviertler Blondvieh
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Waldviertler Blondvieh

Das Waldviertler Blondvieh, eine alte bodenständige Landrasse

Das Waldviertler Blondvieh wird bereits seit der Besiedelung des Waldviertels in dieser Region gehalten und gezüchtet. 

Es ist genügsam, wetterhart und dadurch futtermäßig und klimatisch bestens an Waldviertler Bedingungen angepasst.

Diese besonderen Eigenschaften des Waldviertler Blondviehs eignen sich vorzüglich für eine extensive Freilandhaltung und die biologische Landwirtschaft.

Geschichte

Das Waldviertler Blondvieh entwickelte sich ursprünglich aus der Vermischung des altillyrisch-keltischen Rindes mit dem ungarischen Steppenrind. Nach einer weiteren Vermischung mit dem Frankenvieh fanden sich im 19.Jhdt. mehrere regionale Schläge (Gföhler, Zwettler oder Raabser), die kaum Unterschiede aufwiesen und ab der Jahrhundertwende (1900) gemeinsam die Bezeichnung „Waldviertler Blondvieh“ trugen.

Besonderes Merkmal dieser alten Rinderrasse ist das durchwegs enge Fett–Eiweiß Verhältnis. Das Fleisch ist durch langsameres Wachstum zarter und marmorierter als übliches Rindfleisch, allerdings feinfasriger und es hat auch ungewürzt einen gehaltvollen Geschmack. Der langsame Reifungsprozess und der gemäßigte Gewichtszuwachs sind außerdem auch verantwortlich für die sehr bekömmliche Milch.
 Das Waldvierler Blondvieh war eine beliebte Spezialität in den Kreisen der höheren Gesellschaft, im Speziellen am Hofe für Kaiser Franz-Josef durfte für den Tafelspitz nur das Fleisch des Waldviertler Blondvieh-Ochsen verwendet werden.

Auch Arbeiterfamilien hielten sich Mitte des 20. Jahrhunderst Waldviertler Blondviehrinder, um einerseits die schmackhafte Milch nicht kaufen zu müssen und andererseits als Zugtiere für ihre Fuhrwerke. Die Tiere weideten auf Rainen und Hutweiden und trugen so auch zur Landschaftspflege bei.

Kurz nach dem 2. Weltkrieg gab es einen veritablen Höhepunkt in der Haltung des Waldviertler Blondviehs. 154 wurden in Niederösterreich 173.600 Stück Waldviertler Blondvieh gezählt. Weil Einkreuzungsversuche eher qualitätsmindernde Folgen zeitigte, der Leistungsgedanke immer mehr in den Mittelpunkt rückte das Fleckvieh ab 1960 zusehends in die Aufmerksamkeit der Züchter. So verschwand das Waldviertler Blondvieh nach und nach von den Niederösterreichischen Weiden.

Nur ein paar Idealisten und Liebhaber dieser Rasse blieben dem blonden Vieh treu. Erst 1982 besann man sich im Rahmen eines Erhaltungszuchtprogrammes – einer Initiative der ÖNGENE - Verein zum Schutze und zur Bewahrung der Erbanlagen heimischer gefährdeter landwirtschaftlicher Nutztierrassen mit den übrig gebliebenen 23 Kühen und 3 Stieren, dieser bedrohten Rinderrasse wieder zu züchten.

1997 zeigte sich ein kontrollierter Bestand von 191 Tieren (in 54 Herden), des bis dato als „hochgefährdete Rasse“ kategorisierten Rindes.
2000 war der Bestand auf gezählte 268 Tiere gestiegen. Mittlerweile wird das Waldviertler Blondvieh als heimische Rasse mit besonderen Qualitäten wieder wertgeschätzt.

Auch heute noch findet das Fleisch traditionelle Verwendung in Gerichten wie Tafelspitz mit Semmelkren (besonders für Hochzeitsessen), Zwiebelrostbraten (alt-bäuerliches Sonntagsessen) oder  Kesselgulasch (Rindsgulasch als Mitternachtsessen bei Bällen und Familienfesten)

Quelle: Slowfood Waldviertel

 

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